Arbeitsgemeinschaft Neue Energien Deutschland

Alternative Energien nutzen - Wärmepumpe

Wärmepumpen - Heizung gratis?

Die Sonne versorgt die Erde kontinuierlich mit Energie. Diese existiert jedoch nicht nur kurzzeitig in den Sonnenstrahlen. Sie bleibt z.B. auch in der Luft, im Grundwasser und im Boden in Form von Wärme gespeichert.

 

Diese Energie lässt sich nutzen. Zum Beispiel mit einer Wärmepumpe, Typ Sole/Wasser, fürs Einfamilienhaus. Die Wärmepumpe sammelt die Wärme aus dem Garten und bringt sie ins Haus. Gasheizung und Ölkessel werden damit überflüssig.

 

Die Wärmepumpe heizt und bereitet warmes Wasser. Das funktioniert auch im Winter, wenn der Boden gefroren ist. Die Erdkollektoren im Garten liefern selbst dann noch genug Energie.

Funktionschema einer Wärmepumpe
Funktionsschema einer Wärmepumpe

 

Ist die Technik teuer?

Die Energie bzw. Wärme für die Wärmepumpe ist von Natur aus kostenlos. Die Technik selbst ist allerdings teuer. Preis: etwa 10 000 Euro für Wärmepumpe und Warmwasserspeicher. Ein vergleichbarer Gas- oder Öl-Brennwertkessel mit Warmwasserspeicher kostet nur 3.400 bis 6.800 Euro. Dazu kommt jeweils die Installation. Komplettpakete vom Heizungsbauer machen die Sache meist etwas billiger. Installateure geben 5 bis 20 Prozent Rabatt auf den Listenpreis, wenn sie den Auftrag für den Einbau bekommen. Für die Wärmepumpe braucht es aber je nach Typ noch mehr: Ein System von Erdsonden oder Erdkollektoren, das die Energie aus dem Erdreich sammelt. Kostenpunkt: je nach Aufwand, mehrere Tausend Euro. Auch hier gibt es Komplettpakete mit Erdsonden, Wärmepumpe und und Installation.

 

Wer neu baut, spart mit der Wärmepumpe jedoch auch die Kosten für Schornstein, Öltank oder Gasanschluss.

Wichtig in jedem Fall: Das Haus muss gut isoliert sein oder wärmegedämmt werden. Beim Umbau von Altbau bzw. Bestandsgebäude ist darauf zu achten, dass das vorhandene Heizungssystem mit den i.d.R. niedrigeren Vorlauf-Temperaturen der Wärmepumpe klar kommt.

Wärmepumpe und Fußbodenheizung

Nach der hohen Investition macht sich die Wärmepumpe bezahlt. Die Betriebskosten sind niedriger als bei anderen Heizungen. Die Wärmepumpe braucht keinen Brennstoff mehr, nur Strom. Wenn die Voraussetzungen stimmen, liefert die Umwelt etwa 75 Prozent der Energie für Heizung und Warmwasser. Nur ein Viertel kommt durch den Einsatz von Strom hinzu.

Voraussetzung: ein gut isoliertes Haus mit moderner Flächenheizung. Fußboden- oder Wandheizungen sind ideal. Ist die Vorlauftemperatur niedrig (um 35 Grad), arbeitet die Wärmepumpe besonders effektiv. Sie verbraucht wenig Strom und liefert viel Wärme. Wie funktioniert das?

Kältemittel bringt Wärme ins Haus

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank - allerdings umgekehrt. Der Kühlschrank zieht Wärme aus dem Inneren des Kühlraums ab und setzt sie auf der Rückseite des Gerätes wieder frei. Die Wärmepumpe dagegen holt die Wärme von draußen und gibt sie im Inneren des Hauses wieder ab. Der Kühlschrank kühlt, die Wärmepumpe wärmt. Beide Geräte arbeiten mit einem Kältemittel. Das Kältemittel transportiert die Wärme. Bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck nimmt das Kältemittel Wärme auf, bei höherer Temperatur und höherem Druck gibt es die Wärme wieder ab. Dabei ändert das Kältemittel meist seinen Aggregatzustand. Bei höherer Temperatur und höherem Druck wird es flüssig, bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck ist das Kältemittel gasförmig.

Wärmepumpe hält Kreislauf in Gang

Die Wärmepumpe hält diesen Kreislauf in Gang. Bei einer Erdwärmepumpe arbeiten hierbei drei Pumpsysteme zusammen: Kältemittel-, Sole- und Heizungspumpe. Die Solepumpe pumpt Sole (eine Glykol-Lösung) durch im Erdreich verlegte Leitungen. Diese Erdkollektoren oder Erdsonden holen Erdwärme heran. Im Wärmetauscher der Wärmepumpe geht die Wärme auf das Kältemittel über. Das verdampft. Der Wärmetauscher wird deshalb auch Verdampfer genannt. Der Kompressor der Wärmepumpe presst das gasförmige Kältemittel zusammen. Er verdichtet es. Das verdichtete Kältemittel kondensiert in einem zweiten Wärmetauscher. Es wird flüssig und gibt Wärme ab. Der zweite Wärmetauscher wird deshalb auch Verflüssiger genannt. Die Wärme geht auf Warmwasserspeicher und Heizkreislauf über. Die Heizungspumpe treibt das warme Wasser durch das Heizungssystem. Das flüssige Kältemittel passiert derweil ein Entspannungsventil: Es verliert seinen Druck und kühlt ab. Im ersten Wärmetauscher verdampft das Kühlmittel erneut und der Kreislauf beginnt von vorn.


Wärmepumpen Funktionsweise


Wärmepumpen in der Haustechnik bedeuten: kostengünstiges, umweltfreundliches, zukunftsorientiertes Heizen und Lüften.


Wärmepumpen sind seit Jahrzehnten bekannt, wurden ständig verbessert und gehören heute zu den Techniken, die ausgereift sind. Sie haben seit vielen Jahren, zigtausendfach, im In- und Ausland ihre Leistungsfähigkeit und ihre Zuverlässigkeit unter Beweis gestellt.

 

Bei unseren europäischen Nachbarn haben Wärmepumpen in der Haustechnik einen hervorragenden Platz. So werden zum Beispiel in der Schweiz mehr als 40 % der Neubauten mit Wärmepumpen ausgerüstet. In Schweden ist ihr Anteil sogar noch größer, er liegt bei über 50 %.

Erdwärmepumpen sind nur eine der derzeit eingesetzten Technologien bei Wärmepumpen. Weitere Informationen über die unterschiedlichen Typen und Konzepte finden Sie in der Rubrik Heizung heute: Heizen mit Wärmepumpen

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