Arbeitsgemeinschaft Neue Energien Deutschland

Rund ums Gebäude - Informationen EnEV 2009/2012

Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009, 2012

Wer heute ein Wohn- oder Nichtwohngebäude saniert, muss die Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) erfüllen. Bei bestimmten Neu-Bauvorhaben müssen Architekten, Bauherren und Investoren allerdings bereits heute den künftigen EnEV-Standard (EnEV 2012) beachten, der zum Zeitpunkt der Bauabnahme gelten wird. Bei neuen Projekten gilt das, wenn z.B. der Neubau ab 2012 fertiggestellt wird.


Bis dahin gilt die EnEV 2009.

 

Deutschland wird die EnEV 2009 ersetzen, weil wir - wie alleanderen EU-Mitgliedsstaaten - die europäische Richtlinie für energieeffiziente Gebäude von 2010 umsetzen müssen. Diese erlaubt u.a. ab 2020 nur noch Passiv- und Nullenergie-Neubauten und fordert weitgehende Sanierungen im Bestand.


Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 gab wesentliche Änderungen, die Hauseigentümer und ausführende Firmen kennen sollten.

 

EnEV - Regelungen, die für alle Hauseigentümer im Bestand gelten: 

Die oberste begehbare Geschossdecke oder das Dach muss gedämmt sein. Die zugänglichen Heizungs- und Warmwasserleitungen im nicht beheizten Keller müssen gedämmt werden. Ausnahme: Bei selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern gelten diese Anforderungen nur, wenn es nach dem 1. Februar 2002 einen Eigentümerwechsel gab. In diesem Fall hat der neue Eigentümer zwei Jahre Zeit, die Nachrüstverpflichtung zu erfüllen.

 

Eine Dämmung der Kellerdecke ist nicht zwingend vorgeschrieben.


In Wohngebäuden mit mindestens sechs Wohneinheiten müssen Nachtstromspeicherheizungen, die älter als 30 Jahre sind, bis 2019 durch effizientere Geräte ersetzt werden. Ausnahmen: Geräte, die nach 1990 eingebaut wurden, müssen erst 30 Jahre nach Einbau ausgetauscht werden. 

 

Wurde der Öl- oder Gaskessel vor 1978 eingebaut oder aufgestellt, muss er durch einen neuen Kessel ersetzt werden.

Generell gilt, dass die Anforderungen der Energieeinsparverordnung nicht nur energetisch, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll sind.  D.h., dass sich die Investitionen durch die Energieeinsparungen innerhalb der Nutzungsdauer des Gebäudes wirtschaftlich rechnen müssen.

 

Was ändert sich bei Neubauten?

Alle Neubauten müssen die Anforderungen eines Niedrigenergiehauses erfüllen.

 

Dies entspricht dem von der KfW entwickelten Begriff „Energieeffizienzhaus 70“. Dabei kann die EnEV 2009 zum Beispiel mit einem Brennwertkessel, modernen wärmeschutzverglaste Fenstern und einer circa 14 Zentimeter starken Dämmung der Außenwände bei vielen Gebäuden eingehalten werden. Diese Anforderungen gelten dann, wenn der Bauantrag nach dem 1. Oktober 2009 gestellt wurde.

 

Was ändert sich bei Sanierungen?

Auch die energetischen Anforderungen bei der Sanierung von Gebäuden sind definiert. So muss zum Beispiel die Dämmung von Außenwänden und Dach circa vier Zentimeter stärker sein als bisher.

 

Warum und in welchem Fall muss man sich an die EnEV halten?

  1. Wird in Deutschland ein Wohn- oder auch Nichtwohngebäude neu gebaut, muss es den Vorgaben der EnEV entsprechen. Das gilt auch für teilweise oder komplette Sanierungen von bestehenden Gebäuden, bei denen mindestens zehn Prozent eines Bauteils verändert werden.
  2. Auch Hauseigentümer, die ihre Gebäude selbst modernisieren, müssen die Anforderungen der EnEV erfüllen. Wird in Deutschland ein Haus oder eine Wohnung vermietet, verkauft oder verpachtet, muss laut EnEV ein Energieausweis vorgelegt werden.
  3. In Nichtwohngebäuden mit Publikumsverkehr und über 1.000 Quadratmeter Nutzfläche, bei denen eine öffentliche Dienstleistung erbracht wird, muss ein Energieausweis sichtbar aushängen. Die Aushangverpflichtung betrifft Gebäude wie zum Beispiel Rathäuser, Schulen, Kindergärten, Landratsämter oder Krankenhäuser.

Wer überprüft die Einhaltung der Energieeinsparverordnung (EnEV)?

Um die Einhaltung der EnEV zu gewährleisten, gibt es folgende Maßnahmen:

 

Wenn ein Unternehmen in einem Bestandsgebäude die Anlagentechnik (z.B. Heizung, Klimatisierung) oder Teile davon ersetzt oder neu eingebaut, wer Änderungen der Außenbauteile und der Dämmung der obersten Geschossdecke vornimmt, muss eine schriftliche Unternehmererklärung an den Gebäudeeigentümer abgeben. Darin muss nachgewiesen werden, dass die geltenden Anforderungen der EnEV eingehalten wurden.

 

Bei Nichteinhaltung kann mit einer Geldstrafe bis 15.000 Euro gerechnet werden.

 

Die Vorschriften und Änderungen im Einzelnen finden Sie hier:

http://www.enev-online.org/enev_2009_volltext/index.htm

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